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Im Labyrinth der Genres

Also gut, der Sinn und Zweck von Genres ist mir klar geworden. Sie funktionieren wie Orientierungspunkte für den Buchhandel, die Leser und natürlich auch für mich. Durch die Genres stellt sich heraus, wie und was ich schreiben möchte.
Trotzdem entsteht das Gefühl, dass ich mich leicht verlaufen kann in diesem Labyrinth, denn alle möglichen Experten stellen die Genres vielfältig, teilweise sogar widersprüchlich dar. Und selber bringe ich noch andere Ideen mit. Zum Beispiel, fernab von dem historischen Roman. Bei meinem Fußballbuch.
Jetzt aufgepasst, ich habe »Buch« gesagt, nicht einmal »Roman«. Denn klüger ist, mich vorsichtig heranzutasten.
Als Erste Hilfe habe ich mir einen Ratgeber gekauft: Buchgenres kompakt. Darin nimmt Annette Huesmann die Dinge auseinander. Und ich kann nachschlagen, ob das, was ich vermute, wirklich stimmt.

Meiner frühesten Einschätzung folgend, habe ich eine Fußballsatire geschrieben. Es ist eher so ein persönliches Gefühl. Aber stimmt das wirklich? In einer Mailingliste von Hobbyautoren versende ich die erste Leseprobe und bekomme zur Antwort: „Hey, was soll denn daran witzig sein?“
Ich runzele die Stirn. Der eingestellten Szene mangelt es tatsächlich an Humor und ehrlich gesagt, auch dem Kern meiner Geschichte. Mir geht es nicht alleine darum, dass sich die Leser ausschütten vor Lachen, sondern ich möchte außerdem eine Botschaft transportieren. Kann ich dann immer noch von einer Satire sprechen? Was ist das überhaupt?

»Kein Genre«, schreibt Annette Huesmann und stürzt mich damit weiter in die Verwirrung. Doch es klingt logisch, wie sie argumentiert. »Humor« schließt sie als Genre aus, weil humorvolles Erzählen doch überall passiert: im Roman, im Sachbuch, im Krimi und im Horror usw.
Ähnlich, füge ich hinzu, verhält es sich mit der Spannung. Jedoch gibt es Genres, die zum Ausdruck bringen, dass es spannend wird. Abenteuerromane oder Thriller fallen mir da zum Beispiel ein. Außerdem stoße ich auf den Begriff »Spannungsroman«. Das könnte, in einem bestimmten Rahmen, alles oder nichts bedeuten.
Also greife ich wieder nach meinem Fußballbuch. Hier der Unterhaltungsroman? Doch eine Komödie? Gehe ich mit Annette Huesmann, darf eine solche Bezeichnung das übergeordnete Genre näher bestimmen. Außerdem unterscheidet sie zwischen

  • der Komödie
  • der Satire, in verletzendem Spott
  • und der Parodie als verzerrende Übertreibung

Ja, das kommt mir passend vor. Mein Fußballbuch ist eine Parodie auf die Nationalmannschaft. Aber wenn nun wiederum die Parodie als Subgenre der Komödie verstanden wird …

Komme ich also anders auf das Thema zu. Tatsächlich gibt es den Sportroman. Immer wieder ist auch die Rede vom Fußballroman. Nur scheint der, genau genommen, ein Subgenre des Sportromans zu sein. Also, von oben nach unten sortiert:

  • Der Roman
  • Der Sportroman
  • Der Fußballroman

Deshalb ist der Fußballroman ein Sub-Sub-Genre zu meinem Hauptgenre. Weiterführend baue ich zusammen: Leute, ich habe einen Fußballroman geschrieben mit untergeordneter Parodie. Und da soll sich jetzt noch einer auskennen? Ist Parodie in diesem Fall die vierte oder fünfte Ebene?

Natürlich, so ergibt das alles keinen Sinn. Derart zersplittert ist die Zuteilung doch nicht einmal auf Amazon.
Aber wenigstens wird es lustig, in gewisser Weise. Denn beim Spiegel, also wirklich einem Qualitätsmagazin, scheint dieselbe Unklarheit zu herrschen. Kaspar Heinrich stellt ein Buch von Jens Kirschneck vor. Wahlweise beschreibt er diesen Band als Fußballroman, Satire oder Krimi. Wer könnte das Herrn Heinrich auch verübeln?

Zum Tag der Grammatik: Wie war die Sprache früher?

Ehrlich gesagt, ich wusste selber nicht, dass es das gibt, aber heute, am 4. März, können wir den Tag der Grammatik feiern. Denn erst die Sprache und wie sie geregelt ist, ermöglicht eine klare Verständigung. Und davon profitieren nicht zuletzt die Buchautoren.
Leichte Kost, in diesem Sinne, ist ein Lied von Bastian Sick. Als Autor dürfte er Euch durch seine Zwiebelfisch-Kolumne bekannt sein, mit den zugehörigen Büchern über Dativ, Genitiv und vieles mehr. Aber auch der Song des Sprach-Entertainers drückt eine Menge aus: »Wie gut ist Dein Deutsch?«. Und Axel Hacke, genauso unterhaltsam, liefert uns sein Buch »Wortstoffhof«.
Sprache und Grammatik werden überall Thema. Dazu passend, habe ich in meinem Podcast Interviews mit Klaus Mackowiak und, etwas älter, Vertretern

    • vom Rat für deutsche Rechtschreibung

sowie

  • dem Institut für Deutsche Sprache

. Denn ich finde, als Schreibanfänger kann man zu solchen Dingen nie genug erfahren. Außerdem fasziniert mich das persönlich. So habe ich 2019 einen kurzen Workshop gegeben, »Sprache, Bücher und Wörter«, den Du auf meinen Webseiten nachhören kannst.
Aber so viel nur nebenbei. Deutlich stärker, als in eigener Sache diesen Werbeblock zu starten, wirkt sich aus, inwiefern Grammatik und Kommunikation Deinen historischen Roman beeinflussen; oder ihn sogar verändern mögen. Denn fest steht, dass jede Sprache einem permanenten Wandel unterliegt. Texte, die vor mehreren hundert Jahren geschrieben wurden, können wir heute nur noch äußerst mühevoll verstehen. Das heißt, wenn überhaupt … Und spätestens an dieser Stelle wird es interessant für alle Autoren, die historische Romane oder Kurzgeschichten planen.
Wie verlief damals die Kommunikation? Wann und wo haben die Leute wie gesprochen oder sich schriftlich mitgeteilt?
Das ist das Eine, während auf der anderen Seite die Frage lauert, wie viel davon Du wiedergeben willst. Also, welchen Schreib- und Sprachstil sollte Dein Roman vermitteln?
Ganz unverfälscht, so wie früher? Das dürfte Dich zu einer unlösbaren Aufgabe bringen. Außerdem, wie gesagt, könnte kaum noch jemand solche Texte lesen und begreifen.
Aber ich finde auch, dass die Tonalität ein Stück weit Atmosphäre schafft. Hier und da veraltet klingende Wörter einzustreuen, erscheint mir deshalb nicht verkehrt. Wobei ich mich, in letzter Konsequenz, noch nicht entschieden habe, wie sehr ich das vertiefen will. Aber okay, ich beginne ja auch erst mit meiner neuen Buchreise.

Warum das Genre so wichtig ist

Zu wissen, wohin mich die Geschichte führt, ist der erste Schritt und überaus bedeutsam. Natürlich reicht das aber lange noch nicht aus, um die Figur zu kennen und den Plot – also das Handlungsgerüst – zu verstehen. Hierfür sollte ich mir außerdem Gedanken machen, in welchem Genre sich Miriam bewegt.

Schön und gut, ein historischer Roman. Was ist das eigentlich genau? Welche Richtung wird mir vorgegeben?
Für mich fühlt sich das an wie ein leerer Raum. Historisch, das heißt, nicht in der Gegenwart. Und Roman, das verrät mir … Na ja, irgendwie alles und nichts. Für sich genommen sagt »historischer Roman« absolut wenig über den Inhalt aus.
Also graben wir ein bisschen tiefer. Denn je nachdem, in welchem Genre ich schreibe, muss die Geschichte so oder ganz anders verlaufen. Und es ist wichtig, festgelegt zu sein, weil nur dann Verlage, Buchhändler und Leser – ja, vor allem die Leser – mich als Autorin einordnen können. Nur dann werden sie mein Buch wirklich finden, wenn sie auf der Suche sind.
Und mehr noch: Mit dem Genre gebe ich ein Versprechen, sodass ihnen bewusst ist, worauf sie sich einlassen.
Nehmen wir an, dass ich behaupten würde, ich schreibe einen Fantasyroman. Tatsächlich entpuppt sich das Buch aber als Krimi. Wie viele Leser habe ich dann enttäuscht? Und welcher Bruchteil kehrt zurück, um noch ein zweites Buch von mir zu kaufen?
In letzter Konsequenz ist das, was zwischen Dir als Autor und Deinen Lesern steht, eine Art Vertrag. Du bietest ihm eine Geschichte an. Er zeigt sich bereit zu investieren, sowohl Zeit als auch Geld. Logischerweise ist das für ihn mit einer bestimmten Erwartung verbunden, die Du auf jeden Fall ernst nehmen solltest. Wenn andere wortbrüchig werden, gefällt Dir das doch auch nicht.

So viel vorweg. Doch was ist es nun, das Genre? Ein Verkaufsargument? Ein Etikett, das Du auf Dein Buch klebst, um gesehen zu werden?
Zunächst einmal kommt das Wort »Genre« aus dem Französischen. Ins Deutsche gebracht, bedeutet das so viel wie Sorte, Art, aber auch Kunst. Fälschlicherweise, zumindest für die Literatur, wird es außerdem mit »Gattung« übersetzt. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen Genre und Gattung. Exemplarisch erklärt mir Wortwuchs, ein Literaturlexikon im Internet:

»Als Genre wird eine Ausprägung oder auch eine Klassifikation in Literatur, Film, Musik sowie Kunst bezeichnet. Beispielsweise lassen sich innerhalb der Literatur sämtliche Texte einer der drei Gattungen zuordnen (Lyrik, Drama, Epik). Um nun die einzelnen Werke innerhalb dieser Gattungen noch genauer zu klassifizieren und voneinander abgrenzen zu können, werden sie auf Grund einzelner Merkmale und ihres künstlerischen Inhalts in Genres eingeteilt. Demnach wäre beispielsweise das Sonett ein Genre der Lyrik und der Roman ein Genre der Epik, wobei der Abenteuerroman wiederum ein untergeordnetes Genre des Romans darstellen würde. Solche Unterarten werden als Subgenre bezeichnet.«

Okay, jetzt ist die Wissenschaftlerin mit mir durchgegangen. Und Ihr seid womöglich hoffnungslos verwirrt – was nicht weiter schlimm wäre, denn das ist wirklich nicht so einfach.
Versuchen wir es anders. Man sagt, ein Genre ist wie eine Schublade, unter Umständen sogar wie die gefürchtete Schublade; je nachdem, wie es Euch damit geht. Und Marcus Johanus von den Schreibdilettanten hat dazu ein passendes Bild geprägt. In Podcast-Folge 350, »Das passende Genre für Autoren?«, führt er aus:

»Stellt Euch vor, Ihr hättet zu Hause keine Schubladen. Euer Besteck würde wild im Wohnzimmer herumliegen, vielleicht würdet ihr es finden, aber andere würden vielleicht auf Eure Gabeln treten. Und das wäre irgendwie doof und schmerzhaft.«

Um so etwas zu verhindern, empfehle ich dringend, dass Du Dich näher mit den Genres befasst. Und ich helfe Dir auch gerne weiter. Besser gesagt, ich schaue mich selbst nach klugen Köpfen um. Wer kann mir mehr dazu verraten?

Das Ende zuerst

Neulich, in meiner Hörprobe, seid Ihr Miriam schon einmal begegnet. Sie ist die Hauptfigur des Romans, deshalb wollen wir sie heute besser kennen lernen. Stellt Euch also vor:

  • Miriam als kleines, umtriebiges Mädchen
  • Miriam, die im Alter von acht Jahren ihre Mutter und kurz darauf den neugeborenen Bruder verliert
  • Miriam, die als Hexe beschuldigt und eingekerkert wird
  • Wie durch ein Wunder kommt sie wieder frei
  • Aber in der Stadt, Bamberg, drehen ihr viele noch den Rücken zu
  • Außerdem gibt es Probleme, was die Männerwelt betrifft
  • Deswegen …

Das ist der Anfang der Heldenreise, die Miriams Geschichte von vorne bis hinten erzählt. Dagegen hätte der Plot einen anderen Verlauf – so, wie sich die Szenen im Buch aneinanderreihen sollen.

Klar, ich lege hier nur eine grobe Skizze vor, denn ich möchte nicht zu viel verraten. Natürlich habe ich die einzelnen Szenen stärker ausgearbeitet.
Trotzdem fehlt da noch etwas für mich, ich bekomme, wie man so schön sagt, den Dreh nicht raus. Deshalb spreche ich mit meiner Schreibpartnerin über den ersten Teil von Miriams Heldenreise. Und Silke, die Schreibgefährtin, bestätigt mein Gefühl, dass es Probleme gibt. Denn sie sagt:

Um den Bogen zu spüren, brauche ich Höhepunkt und Ende.
Um die Entwicklung von Miriam zu erkennen, brauche ich ihre inneren und äußeren Ziele und Wünsche.
Und als Letztes den roten Faden, also die Fragen, die Du am Anfang aufwirfst und die am Schluss beantwortet werden.

Da stimme ich ihr zu: Das sind die zentralen Elemente, die ich im Hinterkopf behalten muss. Allerdings hatte ich Silke gegenüber vorher nicht erwähnt, dass es sich hier um den Beginn der Heldenreise handelt, nicht um die ersten Szenen im Plot.
Jetzt sprechen wir auch noch andere Punkte durch. So merkt Silke an:

Auch das Subgenre wird mir nicht klar. Ist der Liebesplot wichtig? Geht es Dir um das Frauenbild der damaligen Zeit? Rückt die Entwicklung der Protagonistin in den Vordergrund? Denn je nachdem, müssten andere, weitere Kriterien auftauchen.

Alles steht und fällt durch das gewählte Genre. Davon erzähle ich Euch in den nächsten Blogbeiträgen mehr, denn zuerst möchte ich weitergeben, was grundsätzlich hilft:

Versuch doch einmal, die Geschichte vom Ende her zu denken. Wie geht es Miriam auf den letzten Seiten im Buch? Was hat sie erkannt? Oder erreicht? Was hat sich verändert und warum?

Meiner Meinung nach liegt hier der Schlüssel zum Erfolg. Denn bei allen übrigen Romanen, die ich bislang geschrieben habe, war mir das Ziel der Handlung immer bewusst. Von dort aus konnte sich meine Geschichte dann im Detail entfalten.
Diesmal schaffe ich es aber nicht, so weit zu Miriam und den Erlebnissen, zu ihrer persönlichen Wandlung vorzudringen. Da steht eine Mauer im Weg und ich kann nicht hinüberschauen auf die andere Seite. Aber, um im Bild zu bleiben: Ich werde einen Umweg nehmen, mich der Antwort aus einer anderen Richtung nähern. Ich frage, wie schon angedeutet, nach dem Genre.

Deine Frage an Petra Schier

Bis der historische Roman geschrieben und veröffentlicht ist, werde ich mich, in gewisser Weise, von Profis beraten lassen. Denn ich habe vor, ein paar Interviews zu führen, um meine Fragen zu stellen. Was beschäftigt mich auf meinem Weg? Wo komme ich nicht weiter? Und warum sollte sich alles um mich drehen?
Deine Punkte sind genauso willkommen. Nutze doch die Möglichkeit, so richtig durchzustarten. Dafür habe ich mir jetzt eine Kategorie überlegt: »Deine Frage an …«.
Als erste, große Hürde, die wir nehmen sollten, steht das Recherchieren im Raum. Für einen historischen Roman wird es viel aufwändiger als zu allen anderen Büchern. Aber ich habe eine gute Nachricht: die erfahrene Schriftstellerin Petra Schier hat zugesagt, mir für ein Gespräch zur Verfügung zu stehen! Das ist für mich wie ein Silvesterfeuerwerk! 🤩
Erst kürzlich habe ich einen Blogbeitrag zu Petra Schier verfasst. Und ganz aktuell, sozusagen druckfrisch, kommt von ihr ein neuer Artikel zur Rolle der Frau im späten Mittelalter. Okay, mein Roman spielt 150 Jahre später. Aber auch bei mir ist die Hauptfigur eine Frau und bestimmt kann ich aus solchen Beiträgen vieles herauslesen.
Doch unser Interview wird sich darum kümmern, wie man effektiv für einen historischen Roman recherchiert und zweitens, wie man das gewonnene Material dann übersichtlich verwaltet. Falls Du in diesem Rahmen etwas wissen möchtest, stell Deine Frage an Petra Schier. Das heißt, hinterlasse einen Kommentar unter dem Blogbeitrag oder schick mir eine E-Mail. Dann bespreche ich mit Petra, was du wissen willst. Das Interview findet im Februar statt und wird voraussichtlich am 14. April im Autorenpodcast zu hören sein. Also, worauf wartest Du noch?

1686 mit einem Papierhändler durch Hamburg

Dass Prof Dr. Daniel Bellingradt dort arbeitet, wo ich studiert und zunächst meinen Doktortitel erworben habe, bringt mir einen weiteren Artikel nahe. Denn zu den Projekten von Prof. Bellingradt gehört, verankert bei den Hidden Cities, eine App in die Vergangenheit. So nennt es der Spiegel und was sich dahinter verbirgt, ist eine historische Stadtführung durch Hamburg. In Bild und Ton wird lebendig gemacht, was man 1686 so – oder so ähnlich – dort erleben konnte. Dafür erzähl das Team um Prof. Bellingradt eine Geschichte.
Der erfundene Papierhändler Johann kehrt, nach einer längeren Geschäftsreise, in seine Heimat zurück. So muss er von schrecklichen Entwicklungen hören, die sich in der Zwischenzeit dort zugetragen haben und er läuft umher, trifft beispielsweise einen Drucker, um Genaueres zu erfahren. Dadurch bekommen wir Einblicke in das Alltags- und Stadtleben, außerdem zu politischen Gegebenheiten und Zusammenhängen.
Der Aufwand, diese Idee in der App zu verwirklichen, war enorm und hat viele Stunden beansprucht. Aber ich finde, es hat sich gelohnt! Von »Hidden Hamburg« profitieren nicht nur Wissenschaftler oder jeder andere, der sich ganz allgemein für Themen wie Zensur der Schriftmedien oder Verbreitung von Flugblättern interessiert. Auch Autoren, die historische Romane schreiben, machen damit einen großen Gewinn. Ihr könnt hier einiges Lernen: von der Recherche über die Aufbereitung und nicht zuletzt als Antwort auf die Frage, wie es wirklich war – das Leben im 17. Jahrhundert.
Du kommst

Gut ins neue Schreibjahr kommen

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du gut ins neue Schreibjahr kommst. Dazu kann ich außerdem zwei Kurse empfehlen.

sowie

Beide kosten Dich kein Geld, sondern nur Zeit, die Du sicher gerne investieren magst – schließlich geht es um Dich, um Dein persönliches Buch. Ich habe hier und dort 2020 mitgemacht, daher möchte ich das Angebot empfehlen. Wirklich, es lohnt sich!
Während Jurenka am 2. Januar beginnt und du dann fünf Tage lang von ihr hörst, startet der Kurs von Janet am 18. Januar. Sie wird sich an sechs Tagen bei Dir melden. Und warum nicht beide Seminare kombinieren?

Making-of zu Petra Schier, »Der Hexenschöffe«

Sehr gern würde ich die Schriftstellerin Petra Schier kennen lernen. Silke, meine Schreibpartnerin, hat meine Aufmerksamkeit zu ihr gelenkt und je länger ich mich umschaue auf den Webseiten von Petra Schier, desto mehr bin ich begeistert.
Wir haben beide Geschichte studiert, sie außerdem Literatur. Und beide mögen wir Hunde. Während in ihrem Fall einer zur Familie gehört und sie auch Bücher zu den Tieren schreibt, ist das für mich ein Wunsch, den ich mir später noch erfüllen möchte. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn mir ein solcher Vierbeiner – natürlich mit Herrchen – über den Weg läuft und ich kurz „hallo“ sagen darf.
Aber zurück zu der Erfolgsautorin Petra Schier. Unter anderem hat sie einen historischen Roman rund um die Hexenverfolgung herausgebracht – im Jahr 2014, als sie ungefähr so alt war, wie ich es heute bin. Der Hexenschöffe, lautet der Titel. Sowohl in gedruckter Form wie auch als Hörbuch ist das Buch erhältlich. Und besser noch: Dazu hat Petra Schier ein Making-of geliefert. Was muss sie machen, damit der Roman funktioniert? Wo und wie führt sie Recherche durch?
Ich habe mehrere von ihren Blogbeiträgen studiert, um es einmal so auszudrücken. Und besonders gefällt mir die unglaublich scharfe Beobachtungsgabe, worüber Petra Schier verfügt. Nein, nein, sie hat mich für solche Lobhudelei nicht bezahlt. Ich empfinde es ganz einfach so, dass sie mit ihren Worten lebendig macht, was ich, als blinde Frau, nicht sehen kann. Zum Beispiel, wie sie den Rundgang im Hexenturm erläutert, bringt mir eine große Bereicherung. Deswegen teile ich das jetzt mit euch.
Außerdem findet ihr bei Petra Schier noch eine Webseite mit Tipps für Autoren. Was sie dort erklärt oder verlinkt, beantwortet die wichtigsten Fragen auf dem Weg zum fertigen Roman – und viele mehr.

Im Autorenpodcast: Gute Laune mit dem Bahnbabo

Ich habe, vor über vier Jahren, einen Podcast für Autoren geöffnet. In diesem Monat meldet sich Peter Wirth, der Bahnbabo. Als Straßenbahnfahrer in Frankfurt hat er kürzlich sein erstes Buch veröffentlicht.
Er versteht sich als Bürger-Babo, Ist äußerst sozial eingestellt. Unter anderem engagiert er sich stark bei Mein Lichtblick e.V./a> – um hilfsbedürftigen Kindern eine Freude zu machen.
Okay, mit historischen Romanen hat das überhaupt nichts zu tun. Aber in der Advents- und Vorweihnachtszeit, denke ich, passt so etwas gut rein.
Und wer ein bisschen zurückblättert, findet in den ersten Folgen vom Autorenpodcast auch ein Interview mit
Sybille A. Schmadalla, die historische Romane schreibt. Damit, wie sie an die Dinge herangeht, hat sie mich von Anfang an beeindruckt. Unser Gespräch setzt sich in zwei Teilen zusammen:

Und natürlich wünsche ich mir, dass weitere Interviews zu historischen Romanen folgen. Gerne möchte ich mich unterhalten mit …

Lebensalltag

Die größte Herausforderung, um einen historischen Roman zu entwickeln, ist für mich der Sprung in die Vergangenheit. Wie haben die Menschen damals gelebt? Gewohnt? Gearbeitet? Ihre Freizeit verbracht? Solche Dinge kann man in Geschichtsbüchern kaum nachlesen. Und ich muss sagen, auch mein Studium, Neuere und Neueste Geschichte, bringt mich da nicht weiter.
Aber im Gespräch mit Sabine Ebert bekomme ich einen wertvollen Tipp. Sinngemäß lautet der: „Geben Sie bei Google »Lebensalltag« ein und dazu die gewünschte Epoche.“ Dann würde ich passende Bücher finden.
Mir geht es um die Frühe Neuzeit, also tippe ich das in die Tastatur. Und tatsächlich spüre ich so ein mehrbändiges Werk auf, das ich zuvor nicht kannte:

Insgesamt umfasst das über tausend Seiten, auf drei Bände verteilt. Geschrieben hat es Richard van Dülmen und ich möchte sein Werk genauso durchackern wie

Ich hoffe sehr, auf diesem Weg den Zeitgeist zu erfassen. Und ganz sicher werde ich davon erzählen.

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