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Protagonist und Perspektivfigur, Heldenreise, Konflikt, Subgenre, Nebenhandlung … Das ist eine Aufzählung, die ich noch lange fortsetzen könnte. Und neuerdings fliegen mir diese oder ähnliche Begriffe dauernd um die Ohren; wie Fachvokabular, das ich studieren muss.
Natürlich, ich habe das alles schon früher gehört und mir angeeignet. Wie könnte ich sonst andere Autoren beraten? Aber ich denke auch, es schadet nicht, die eigenen Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen oder zu vertiefen. Außerdem möchte ich den Sprung schaffen, weg von kleinen Verlagen wie Thomas Rüger oder Hermann Schladt, hin zu einer Literaturagentur und weiter. Doch schließt das keinesfalls aus, dass ich auch zukünftig, zum Beispiel mit meinem ersten Verleger Thomas Rüger, neue Projekte anstrebe. Denn ich habe immer gern mit ihm zusammengearbeitet und mich richtig wohl gefühlt. Bei Thomas ist sozusagen mein Autoren-Ich heimisch geworden. Deshalb verdanke ich ihm viel und möchte unsere Verbindung in Ehren halten.
Trotzdem, jetzt ist es Zeit für eine große Veränderung. Mein Wunschtraum: einen historischen Roman bei einem Publikumsverlag unterzubringen. Meinen Weg und ob mir das gelingt, könnt ihr in diesem Blog verfolgen.
Zumindest überlasse ich nichts dem Zufall. So habe ich mich, im vergangenen Sommer, für eine intensive sowie umfangreiche Weiterbildung entschieden. Bei der Romanschule, gegründet von Jurenka Jurk, durchlaufe ich mittlerweile die Ausbildung zum Romanautor. Mit viel Freude, aber darüber hinaus mit sehr viel Arbeit. So etwas sollte man nicht unterschätzen, denke ich.

Unter anderem bin ich hier mit einer Gruppe von Autoren vernetzt. In Online-Videosessions treffen wir uns regelmäßig, um Übungen für »Show, don‘t tell« zu besprechen, unsere Figuren zum Leben zu erwecken und vieles, vieles mehr. Ich kann ehrlich sagen, dass mir – und meinem Roman – der Austausch gut tut. Das bringt mich wirklich voran. So hatte ich mir vorher schon einen, wie es auf Neudeutsch ja heißt, Schreibbuddy gesucht. Davon profitieren wir beide kontinuierlich. Zum Beispiel hat meine Partnerin die Aufmerksamkeit zu Petra Schier gelenkt. Ich konnte mich sofort begeistern: für Petras Literatur und genauso für sie als Person. Dann ging alles ganz schnell. Sie hat sich bereit erklärt, mir ein Interview zu geben, rund um die Recherche für historische Romane.
Mit einem ihrer Bücher ist sie kürzlich auf der Spiegel Bestsellerliste gelandet. Außerdem steht der erste Teil des Interviews online, das ich mit ihr führen durfte. Ihr könnt es in meinem Podcast nachhören. Die Fortsetzung folgt am 14. Mai, also in weniger als zwei Wochen.

So weit, so schön. Ich will es heute ja nicht übertreiben. Aber schreib mir gern, was Du empfiehlst, um Dich als Autor wohl zu fühlen und Deine Träume tatsächlich zu leben. Denn schlafen können wir später immer noch!

Im Labyrinth der Genres

Also gut, der Sinn und Zweck von Genres ist mir klar geworden. Sie funktionieren wie Orientierungspunkte für den Buchhandel, die Leser und natürlich auch für mich. Durch die Genres stellt sich heraus, wie und was ich schreiben möchte.
Trotzdem entsteht das Gefühl, dass ich mich leicht verlaufen kann in diesem Labyrinth, denn alle möglichen Experten stellen die Genres vielfältig, teilweise sogar widersprüchlich dar. Und selber bringe ich noch andere Ideen mit. Zum Beispiel, fernab von dem historischen Roman. Bei meinem Fußballbuch.
Jetzt aufgepasst, ich habe »Buch« gesagt, nicht einmal »Roman«. Denn klüger ist, mich vorsichtig heranzutasten.
Als Erste Hilfe habe ich mir einen Ratgeber gekauft: Buchgenres kompakt. Darin nimmt Annette Huesmann die Dinge auseinander. Und ich kann nachschlagen, ob das, was ich vermute, wirklich stimmt.

Meiner frühesten Einschätzung folgend, habe ich eine Fußballsatire geschrieben. Es ist eher so ein persönliches Gefühl. Aber stimmt das wirklich? In einer Mailingliste von Hobbyautoren versende ich die erste Leseprobe und bekomme zur Antwort: „Hey, was soll denn daran witzig sein?“
Ich runzele die Stirn. Der eingestellten Szene mangelt es tatsächlich an Humor und ehrlich gesagt, auch dem Kern meiner Geschichte. Mir geht es nicht alleine darum, dass sich die Leser ausschütten vor Lachen, sondern ich möchte außerdem eine Botschaft transportieren. Kann ich dann immer noch von einer Satire sprechen? Was ist das überhaupt?

»Kein Genre«, schreibt Annette Huesmann und stürzt mich damit weiter in die Verwirrung. Doch es klingt logisch, wie sie argumentiert. »Humor« schließt sie als Genre aus, weil humorvolles Erzählen doch überall passiert: im Roman, im Sachbuch, im Krimi und im Horror usw.
Ähnlich, füge ich hinzu, verhält es sich mit der Spannung. Jedoch gibt es Genres, die zum Ausdruck bringen, dass es spannend wird. Abenteuerromane oder Thriller fallen mir da zum Beispiel ein. Außerdem stoße ich auf den Begriff »Spannungsroman«. Das könnte, in einem bestimmten Rahmen, alles oder nichts bedeuten.
Also greife ich wieder nach meinem Fußballbuch. Hier der Unterhaltungsroman? Doch eine Komödie? Gehe ich mit Annette Huesmann, darf eine solche Bezeichnung das übergeordnete Genre näher bestimmen. Außerdem unterscheidet sie zwischen

  • der Komödie
  • der Satire, in verletzendem Spott
  • und der Parodie als verzerrende Übertreibung

Ja, das kommt mir passend vor. Mein Fußballbuch ist eine Parodie auf die Nationalmannschaft. Aber wenn nun wiederum die Parodie als Subgenre der Komödie verstanden wird …

Komme ich also anders auf das Thema zu. Tatsächlich gibt es den Sportroman. Immer wieder ist auch die Rede vom Fußballroman. Nur scheint der, genau genommen, ein Subgenre des Sportromans zu sein. Also, von oben nach unten sortiert:

  • Der Roman
  • Der Sportroman
  • Der Fußballroman

Deshalb ist der Fußballroman ein Sub-Sub-Genre zu meinem Hauptgenre. Weiterführend baue ich zusammen: Leute, ich habe einen Fußballroman geschrieben mit untergeordneter Parodie. Und da soll sich jetzt noch einer auskennen? Ist Parodie in diesem Fall die vierte oder fünfte Ebene?

Natürlich, so ergibt das alles keinen Sinn. Derart zersplittert ist die Zuteilung doch nicht einmal auf Amazon.
Aber wenigstens wird es lustig, in gewisser Weise. Denn beim Spiegel, also wirklich einem Qualitätsmagazin, scheint dieselbe Unklarheit zu herrschen. Kaspar Heinrich stellt ein Buch von Jens Kirschneck vor. Wahlweise beschreibt er diesen Band als Fußballroman, Satire oder Krimi. Wer könnte das Herrn Heinrich auch verübeln?

Zum Tag der Grammatik: Wie war die Sprache früher?

Ehrlich gesagt, ich wusste selber nicht, dass es das gibt, aber heute, am 4. März, können wir den Tag der Grammatik feiern. Denn erst die Sprache und wie sie geregelt ist, ermöglicht eine klare Verständigung. Und davon profitieren nicht zuletzt die Buchautoren.
Leichte Kost, in diesem Sinne, ist ein Lied von Bastian Sick. Als Autor dürfte er Euch durch seine Zwiebelfisch-Kolumne bekannt sein, mit den zugehörigen Büchern über Dativ, Genitiv und vieles mehr. Aber auch der Song des Sprach-Entertainers drückt eine Menge aus: »Wie gut ist Dein Deutsch?«. Und Axel Hacke, genauso unterhaltsam, liefert uns sein Buch »Wortstoffhof«.
Sprache und Grammatik werden überall Thema. Dazu passend, habe ich in meinem Podcast Interviews mit Klaus Mackowiak und, etwas älter, Vertretern

    • vom Rat für deutsche Rechtschreibung

sowie

  • dem Institut für Deutsche Sprache

. Denn ich finde, als Schreibanfänger kann man zu solchen Dingen nie genug erfahren. Außerdem fasziniert mich das persönlich. So habe ich 2019 einen kurzen Workshop gegeben, »Sprache, Bücher und Wörter«, den Du auf meinen Webseiten nachhören kannst.
Aber so viel nur nebenbei. Deutlich stärker, als in eigener Sache diesen Werbeblock zu starten, wirkt sich aus, inwiefern Grammatik und Kommunikation Deinen historischen Roman beeinflussen; oder ihn sogar verändern mögen. Denn fest steht, dass jede Sprache einem permanenten Wandel unterliegt. Texte, die vor mehreren hundert Jahren geschrieben wurden, können wir heute nur noch äußerst mühevoll verstehen. Das heißt, wenn überhaupt … Und spätestens an dieser Stelle wird es interessant für alle Autoren, die historische Romane oder Kurzgeschichten planen.
Wie verlief damals die Kommunikation? Wann und wo haben die Leute wie gesprochen oder sich schriftlich mitgeteilt?
Das ist das Eine, während auf der anderen Seite die Frage lauert, wie viel davon Du wiedergeben willst. Also, welchen Schreib- und Sprachstil sollte Dein Roman vermitteln?
Ganz unverfälscht, so wie früher? Das dürfte Dich zu einer unlösbaren Aufgabe bringen. Außerdem, wie gesagt, könnte kaum noch jemand solche Texte lesen und begreifen.
Aber ich finde auch, dass die Tonalität ein Stück weit Atmosphäre schafft. Hier und da veraltet klingende Wörter einzustreuen, erscheint mir deshalb nicht verkehrt. Wobei ich mich, in letzter Konsequenz, noch nicht entschieden habe, wie sehr ich das vertiefen will. Aber okay, ich beginne ja auch erst mit meiner neuen Buchreise.

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